Behandlungsablauf 1-9

1. Muss ich daran glauben, wenn ich mich mit Homöopathie behandeln lasse?
2. Darf man parallel zur Behandlung eine andere Behandlung machen?
3. Braucht es eine Diagnose für die Behandlung?
4. Muss ich die Pille stoppen, wenn ich Homöopathie nehme?
5. Wieso sagen die Homöopathen nicht, was sie geben?
6. Sollte ich meinen Therapeuten beim kleinsten Schnupfen anrufen?
7. Soll man Fieber behandeln?
8. Was tun bei schrecklichem Kopfweh?
9. Was darf ich während der Behandlung nicht tun oder nehmen?

1. Muss ich daran glauben, wenn ich mich mit Homöopathie behandeln lasse ?
Nein. Sie müssen nur ehrlich mitmachen. Alle Informationen geben und ein wenig Geduld haben. Wenn Sie dem Therapeuten wichtige Informationen verheimlichen (früheres Trauma, ein Tripper, eine Tuberkulose in der Familie) oder wenn Sie heimlich andere Therapien machen oder Medikamente nehmen, wird die Therapie misslingen. Sie können auch nicht erwarten, dass der Homöopath eine Neurodermitis die seit 10 Jahren existiert in 3 Wochen heilt. Seien wir realistisch!

2. Darf man parallel zur Behandlung eine andere Behandlung machen?
Behandlung mit ätherischen Essenzen (inklusive Thymianessenz, Duftlampen, Aurosoma) und Salben mit Kampfer (Tiger Balsam, Vicks, Perubare) unterdrücken die Wirkungen von Homöopathie. Bachblüten, Akupunktur, Handauflegen, sogar Psychotherapie - jede Behandlung beansprucht Energie: als würden zwei Köche aus der gleichen Einkaufstasche kochen. Dies ist nicht zu empfehlen. Dazukommt noch, dass wenn eine Besserung bzw. eine Verschlimmerung auftritt, nicht festzustellen ist, welche Therapie nun geholfen hat. Man kann nicht mehr sagen, ob es das richtige Mittel war oder nicht. Dadurch verliert man oft Monate. Nie zwei Behandlungen gleichzeitig anfangen. Oft sagen unerfahrene Therapeuten: „Das macht nichts, der Körper nimmt nur, was er braucht“ ... das ist Unwissen! Wenn das richtige Mittel gefunden wird, ist es wie ein Geschenk .... Die Leute haben keine Ahnung.

3. Braucht es eine Diagnose für die Behandlung?
Wenn der Homöopath ein Arzt ist, muss er eine Diagnose stellen. Ein Heilpraktiker dagegen darf es nicht. Für die homöopathische Behandlung selber hilft eine Diagnose nur wenig. Die meisten Diagnosen werden mit Hilfe von technischen Verfahren (Röntgenbilder, Labor, Skopien) erstellt, die zur Zeit von Hahnemann nicht existierten. Für die Homöopathie reichen die Beobachtungen des Patienten und das Gespräch. Aber eine Diagnose ist sehr nützlich um die Gefährlichkeit der Beschwerden einzuschätzen. Z.B. bei lang andauernden Blutungen aus dem Darm ist es wichtig zu wissen, ob es nur Hämorrhoiden sind und nicht ein Geschwür oder ein Krebs.

4. Muss ich die Pille stoppen, wenn ich Homöopathie nehme?
Die " Pille" kann die Lebenskraft stören, je nach  Patientin. Manche bekommen keine Periode noch  Jahre nachdem sie die Pille gestoppt haben. Es gibt aber zahlreiche erfolgreiche homöopathischen Behandlungen trotz der Pille. Was sicher ist: es gibt keine homöopathische Verhütung!

5. Wieso sagen die Homöopathen nicht, welches Mittel sie geben?
Wenn ein Mittel geprüft wird, weiss die Person auch nicht was sie nimmt. Die Beobachtung  soll so neutral wie möglich sein. Das Feed-back (was habe ich gespürt, gefühlt, gedacht, ...?) des Patienten ist enorm wichtig und sehr subtil. Durch die kleinste Information schaltet sich das Intellekt (Mind) ein und fälscht die Wahrnehmung. Risiko ist, dass der Patient die Beschreibung des Mittels im Buch mit seiner eigenen Selbstbeobachtung verwechselt. Oder streitet mit dem Homöopathen über die richtige Wahl (alles schon erlebt!).

6. Sollte ich meinen Therapeuten beim kleinsten Schnupfen anrufen?
Ja, wenn Sie planen ein "Antischnupfen"-Medikament zu nehmen! Wenn Sie einfach Geduld haben, brauchen Sie niemanden anzurufen. Vermeiden Sie einfach jede Handlung, die die homöopathische Behandlung stört (siehe Behandlung). Ich sage, lieber zuviel anrufen als zuwenig, ... aber das ist nicht die Meinung von jedem Therapeuten!

7. Soll man Fieber behandeln?
So gut wie möglich nicht. Bis 40° sollte man sich keine Sorgen machen. Wichtig ist, besonders bei Kindern, dass man sie auszieht und aufpasst, dass sie genug trinken. Fieber hilft die Infektion zu bekämpfen. Fieber ist auch eine gute Prophylaxe gegen Krebs. Wenn die Energie sehr schwach ist, bei Gliederschmerzen oder wenn der Patient nicht schlafen kann, kann die Homöopathie sehr erleichtern. Die routinemässige Behandlung von Fieber mit Belladonna, Aconitum oder "Fieberkügelchen" ist nicht zu empfehlen.

8. Was tun bei schrecklichem Kopfweh?
Ein Schmerzmittel nehmen. Ein Massage des Nackens kann helfen. Eine genaue Beobachtung der Symptomen kann zu einem homöopathischen Mittel führen.

9. Was darf man während der Behandlung nicht tun oder nehmen?
Siehe Behandlung